Die Altkleider Lüge – Wie Spenden zum Geschäft werden!

Die Altkleider Lüge – Wie Spenden zum Geschäft werden!

Die meisten glauben, dass die hierzulande gesammelten Altkleiderspenden direkt in die Katastrophengebiete der Welt gehen. Was sie nicht wissen: Der größte Teil der gespendeten Bekleidung wird weiterverkauft – zum Kilopreis.

Einige Hilfsorganisationen platzieren oft nur ihr Logo auf den Sammelcontainern von Altkleiderfirmen.

Ein geringer Teil der Kleidung wird direkt in Deutschland an Bedürftige ausgegeben. Die besten noch brauchbaren Sachen gehen nach Osteuropa und in die arabischen Staaten. Sechzig Prozent der heimischen Ware gelangt nach Afrika. Doch was passiert dort mit den Altkleidern? Die Reportage-Autoren Michael Höft und Christian Jentzsch haben in Tansania nach Antworten gesucht. Ihr Fazit: Nicht nur deutsche Firmen und einige große Hilfsorganisationen verdienen gut an den Kleiderspenden, auch für viele Händler in Afrika sind Altkleiderspenden ein lukratives Geschäft. Selbst die Ärmsten der Armen müssen dafür bezahlen. Die Billigkleider überschwemmen die Märkte des Landes und zwingen die afrikanische Textilbranche in die Knie.

Ein Film von Michael Höft und Christian Jentzsch

[Quelle: Ard.de, 2011, 28 Min]

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=djXkFedpTrE]

Darwins Alptraum – Fische für die Welt & Waffen für Afika

Darwins Alptraum – Fische für die Welt & Waffen für Afika

Versuchsweise wurden in den 60er Jahren Nilbarsche im Viktoriasee ausgesetzt. Heute hat der Fisch alle einheimischen Arten verdrängt und ist zum Exportschlager aus Tansania geworden. Auf dem Rückflug nach Afrika haben die Transport-Flugzeuge nicht selten Waffen an Bord, die die Bürgerkriegsparteien mit Nachschub versorgen. Eindringlich schildert der vielfach ausgezeichnete Dokumentarfilm die Auswirkungen des globalen Handels auf Tansania.

In den 60er Jahren wurden im Viktoriasee Nilbarsche zu Versuchszwecken ausgesetzt. Dieser Eingriff brachte das ökologische Gleichgewicht ins Wanken. Binnen kurzer Zeit verdrängte der gefräßige Raubfisch, der fast zwei Meter lang werden kann, alle einheimischen Arten. Heute ist er als Viktoriabarsch ein Exportschlager. Täglich starten große russische Transportmaschinen mit frischem Fischfilet an Bord in die Industrieländer. Auf dem Rückflug besteht die Ladung häufig aus Waffen. So hängt die Geschichte des Fisches eng mit den Bürgerkriegen in Zentralafrika zusammen. Dieser florierende globale Handel von Kriegsmaterial und Lebensmitteln hat das Leben der Menschen am Ufer des größten tropischen Sees der Erde radikal verändert. Der österreichische Filmemacher Hubert Sauper zeigt den Überlebenskampf der Menschen und stellt in seinem Dokumentarfilm die Frage, ob es ihnen im Strudel der Globalisierung mittlerweile ähnlich geht wie den Fischen im Viktoriasee: Nur der „Stärkste“ überlebt – ein darwinistischer Alptraum.

Die Koproduktion „Darwins Alptraum“ des WDR für ARTE hat seit 2004 eine Vielzahl von Auszeichnungen erhalten. Sie wurde bester europäischer Dokumentarfilm und gewann die Hauptpreise bei 19 internationalen Festivals, unter anderem in Venedig, Wien, Silver Spring, Chicago, Tel Aviv, Thessaloniki, Angers und Mexiko. In diesem Jahr wurde „Darwins Alptraum“ für den Oscar in der Kategorie Dokumentarfilm nominiert.

[Quelle: Arte.tv, 107 Min, 2004]

Trailer:
[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=3mBZBpL1KiA]


komplette Dokumetation:
-> Untertitel müssen auf CC eingeschaltet werden
[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=xcnTWAyzhbg]

Alternativlink (Ink. deutscher Untertitel)

We feed the World

We feed the World

Tag für Tag wird in Wien gleich viel Brot entsorgt, wie Graz verbraucht. Auf rund 350.000 Hektar, vor allem in Lateinamerika, werden Sojabohnen für die österreichische Viehwirtschaft angebaut, daneben hungert ein Viertel der einheimischen Bevölkerung. Jede Europäerin und jeder Europäer essen jährlich zehn Kilogramm künstlich bewässertes Treibhausgemüse aus Südspanien, wo deswegen die Wasserreserven knapp werden.

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Mit WE FEED THE WORLD hat sich Erwin Wagenhofer auf die Spur unserer Lebensmittel gemacht. Sie hat ihn nach Frankreich, Spanien, Rumänien, in die Schweiz, nach Brasilien und zurück nach Österreich geführt.

Roter Faden ist ein Interview mit Jean Ziegler,
UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung.

WE FEED THE WORLD ist ein Film über Ernährung und Globalisierung, Fischer und Bauern, Fernfahrer und Konzernlenker, Warenströme und Geldflüsse – ein Film über den Mangel im Überfluss. Er gibt in eindrucksvollen Bildern Einblick in die Produktion unserer Lebensmittel sowie erste Antworten auf die Frage, was der Hunger auf der Welt mit uns zu tun hat.

Zu Wort kommen neben Fischern, Bauern, Agronomen, Biologen und Jean Ziegler auch der Produktionsdirektor des weltgrößten Saatgutherstellers Pioneer sowie Peter Brabeck, Konzernchef von Nestlé International, dem größten Nahrungsmittelkonzern der Welt.

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=-J5Uzc15ILw]

[Quelle: we-feed-the-world.at, 2005, 95 Min]

ALBTRAUM ATOMMÜLL

ALBTRAUM ATOMMÜLL

Auf die zunehmende Angst vor den Folgen der Erderwärmung reagieren Industrielle und manche Politiker mit dem Wundermittel Atomenergie: eine saubere und kontrollierbare Energie ohne schädliche Auswirkungen auf Mensch und Umwelt, die sogar zur nachhaltigen Entwicklung beiträgt. Aber ist sie wirklich so sauber, wie man uns weismachen will?

Atomkraftgegner und -befürworter streiten darüber, ob diese Form der Energie, die von den meisten europäischen Ländern bereits aufgegeben wurde, nun doch wieder genutzt werden soll. Im Zentrum der Debatte steht eine Angst, die alle teilen: die vor dem Atommüll.

Er ist die Schwachstelle der Atomenergie, ihre Achillesferse, ihr schlimmster Albtraum. Die Bevölkerung hat Angst vor dem Atommüll, die Wissenschaft findet keine annehmbare Lösung dafür, die Industrie versucht zu beschwichtigen, und die Politik meidet das Thema. Die wenigen europäischen Länder, die eine öffentliche Debatte über radioaktive Abfälle führen, haben bereits einen schrittweisen Ausstieg aus der Atomenergie beschlossen. Dies gilt für Deutschland, Österreich, Schweden und Belgien. Aber was weiß man eigentlich genau? Wie kann man sich überhaupt eine klare Vorstellung bilden bei diesem Thema, das so lange unter Verschluss gehalten wurde? Wie erklärt sich dieses demokratische Defizit in einer politisch und ökologisch so wichtigen Angelegenheit?

Der Film sucht in Frankreich, Deutschland, den USA und Russland nach der „Wahrheit über den Atommüll“.

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=bBJbxps6_h0]

[Quelle: arte.de, 98Min, 2009]

Maria&Josef 2011- Same Story?

Maria&Josef 2011- Same Story?

Die wohlhabendsten Deutschen mit den teuersten Häusern leben im Taunus bei Frankfurt: Banker, Manager, Industrielle. Was passiert, wenn man sie um Hilfe bittet? Die Schauspielerin Viola Heeß und unser Redakteur Henning Sußebach haben sich – als obdachloses Paar verkleidet – kurz vor Weihnachten auf den Weg gemacht.

micha
[Bildquelle: zeit.de]

Wo anfangen in diesem Ort, in dem alles klingt, als habe es für Monopoly Modell gestanden: im Schlosshotel? Auf der Parkstraße? Im Golfclub? Auf der Burg? Oder doch beginnen bei dem Zweifel, der uns auf dem Weg von Frankfurt hinauf in den Taunus begleitet hat, hartnäckig wie ein zugelaufener Hund: Darf man mit einer Lüge nach der Wahrheit suchen?

Es ist ein Dienstagmorgen im Advent, kalt und grau. Wir sind mit der S-Bahn-Linie 4 gekommen, heraus aus Frankfurts Hochhauskulisse, durch das Gewürfel der Gewerbegebiete, vorbei an Streuobstwiesen und Pferdekoppeln, immer steiler bergan bis zur Endstation: Kronberg im Taunus, von Nebel verschleiert. Ein deutsches Wolkenkuckucksheim.

Eine Statistik hatte uns hergelockt. Die Gesellschaft für Konsumforschung hat errechnet: Die reichsten Deutschen – jene mit der größten Kaufkraft – leben nicht auf Sylt und nicht am Starnberger See, sondern an den Hängen des Hochtaunuskreises. Industriellenfamilien und Bankiers, Millionäre und Milliardäre.

Wir steigen aus und hauchen Atemwölkchen. Wir, das sind: Viola Heeß, freiberufliche Schauspielerin aus Hamburg, und ich, ein ZEIT-Redakteur – von nun an für eine Woche ein Paar in zertretenen Schuhen und zerschlissener Kleidung, beladen mit Rucksack und Plastiktüten, bereit für ein Experiment. Verkleidet als Obdachlose, ohne einen Euro in der Tasche, wollen wir die Menschen hier oben um Hilfe und Herberge bitten. Das Krippenspiel von Kronberg beginnt.

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[Quelle: Zeit.de, 2011]

Just People Kurs Reloaded ab 9.01.2012

Just People Kurs Reloaded ab 9.01.2012

Gebrauchsanweisung für globale Nächstenliebe

In sechs spannenden und herausfordernden Kurseinheiten zu je 120 Minuten wird das Thema Armut und Gerechtigkeit aufgerollt: Den Kern jeder Kurseinheit bildet ein Referat, ergänzt von vielen kreativen und abwechslungsreichen Elementen. Der Kurs stellt Fragen und schafft Raum für Diskussionen und Austausch. Fester Bestandteil ist die Just People?-Aktion, die alle Teilnehmer zusammen auf die Beine stellen und durchführen… weiterlesen

Wann & Wo?

…am Montag, den 9.01.12, startet der erste Kurs im ÖIZ (4. Etage rechts ) um 19.00 Uhr.

Die Teilnahme ist kostenlos. Es wird jedoch ein Kursbuch benötigt, das für ein Endgeld von 10€ mitbestellt werden kann. Dies bitte bei der Anmeldung mit angeben!

Allgemeiner Verlauf:

9.01. Welt- einfach wegschauen ?
23.01 Bibel-einfach überlesen ?
30.01 Mission – einfach predigen ?
6.02 Ich – gerechter leben ?
13.02 Gesellschaft – gerechter gestalten ?
20.02 Kirche – gerechter nachfolgen ?
–> die Einheiten bauen aufeinander auf.

Bitte bestätigt eure Teilnahme kurz hier: Micha-Initiative-Dresden@gmx.de

$chuld.

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Schuld.
Eine Dokumentation, die in das Innenleben einer hochtalentierten Fondsmanagerin des größten ETF auf Nahrungsmittel und in das Fleisch unserer Zivilisation blickt.

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=rQ7cXnsCh0E]

[Quelle: Unbekannt, Dauer 17Min, 2011]

Let´s Make Money

Let´s Make Money

Let’s make MONEY folgt dem Weg unseres Geldes, dorthin wo spanische Bauarbeiter, afrikanische Bauern oder indische Arbeiter unser Geld vermehren und selbst bettelarm bleiben.

Der Film zeigt uns die gefeierten Fondsmanager, die das Geld ihrer Kunden jeden Tag aufs Neue anlegen. Zu sehen sind Unternehmer, die zum Wohle ihrer Aktionäre ein fremdes Land abgrasen, solange die Löhne und Steuern niedrig und die Umwelt egal ist. Wir erleben die allgegenwärtige Gier und die damit verbundene Zerstörung, die mit unserem Geld angerichtet wird.

Der Film zeigt uns mehrere Ebenen des Finanzsystems. Wir erfahren auch, warum es auf dem Globus zu einer unglaublichen Geldvermehrung gekommen ist. Wir lernen deren Konsequenzen für unser Leben kennen. Täglich werden Milliardensummen, die möglichst hoch verzinst werden sollen, mit Lichtgeschwindigkeit um den Globus transferiert. Let’s make MONEY zeigt uns einige Zwischenstationen dieser Geldvermehrungsreise, wie die Schweiz, London oder Jersey.

Warum ist die Kanalinsel das reichste Land Europas? Steueroasen nutzen Konzerne und Reiche, um Steuern zu sparen. Bislang hat die Politik dies nicht verhindert. Dabei setzten die Regierungen die Spielregeln für das weltweite Geldsystem fest. Seit den 70er Jahren erleichterten sie den Geldfluss und schufen so die Grundlage für den Boom der weltweiten Finanzindustrie mit ihren Zentren in London, New York oder Frankfurt. Es ging dabei immer um Interessen von wenigen Mächtigen.

So konnten der Internationale Währungsfonds und die Weltbank vielen Entwicklungsländern eine Privatisierung von Altersvorsorge, Stromerzeugern oder Baumwollfabriken aufzwingen, nachdem deren Regierungen durch eine hohe Verschuldung erpressbar geworden waren. Dies eröffnet neue Anlagemöglichkeiten für unser Geld. Doch dieser „Ausverkauf“ von sozialen Errungenschaften wie Gesundheitssystem, Pensionswesen, Energieversorgung und öffentlicher Verkehr passiert nicht nur in der fernen „dritten“ Welt. Wir alle sind direkt davon betroffen. Und genau davon handelt der Film: Wir erleben keine Finanzkrise, sondern eine Gesellschaftskrise – die wir mit unserem Geld beeinflussen können.
[Quelle: letmakemoney.at, 2008, 120Min]

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Blut, Schweiss & T-Shirts: Wie funktioniert die Textilindustrie?

Blut, Schweiss & T-Shirts: Wie funktioniert die Textilindustrie?

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Sechs Fashionvictims reisen nach Indien. Einen Monat leben und arbeiten sie mit den Billiglohnarbeitern in den Textilfabriken und werden zum ersten Mal in ihrem Leben mit den Bedingungen konfrontiert, unter denen ihre Kleider hergestellt werden.

 

Ihre Reise beginnt in einer Textilfabrik in Delhi, die Kleidung für den Export produziert. Die meisten der Textilien landen in beliebten englischen Markenshops. Doch unter welchen Bedingungen werden diese T-Shirts eigentlich produziert?

Leben am Existenzminimum

Das findet die Gruppe während ihres einwöchigen Aufenthalts in der angesehensten Fabrik Delhis heraus. Die Arbeitsbedingungen sind im Gegensatz zu indischen Standards hoch, doch schon hier stoßen einige der Sechs an ihre Grenzen. Auch das Leben in einem der ärmsten Vororte Delhis schockiert sie.

Die zweite Station der Reise führt die sechs Fashionvictims in einen kleinen Betrieb in West Dehli. Die Gehälter liegen bei einem Minimum, für das Nähen einer Bluse gibt es nur zwölf Rupien – knapp 20 Cent. Und die Arbeitszeit beträgt bis zu 15 Stunden täglich. Geschlafen werden kann sehr zeitsparend gleich neben den Maschinen, zwischen den anderen Arbeitern. Hier können die Sechs herausfinden, wie die Einheimischen ihre eigene Lebenssituation empfinden. Die Reise wird zu einer der härtesten Herausforderungen ihres Lebens.

Unmenschliche Arbeitsbedingungen

Diesmal geht es für die sechs Fashionvictims zur Baumwollernte. Sechs Stunden fahren sie mit dem Zug von Dehli weiter ins Landesinnere. Dabei sind nicht nur Ungeziefer und Enge unangenehm, die vorbeiziehende Landschaft zeigt Unterkünfte anderer Farmarbeiter und lässt die Teilnehmer erahnen wie ihre kommende Woche aussehen wird. Die harte Arbeit ist nervenaufreibend, bald leidet auch die Stimmung der ganzen Gruppe darunter.

[Quelle: ZDF.de, 2011, 30Min]

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[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=_3K1fLtJPvM&feature=related]

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